Leishmaniose

Wichtiger Hinweis:

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

 

Die Leishmaniose ist eine Infektionskrankheit, die durch einzellige Kleinstlebewesen – sogenannte Leishmanien – verursacht wird. Übertragen werden sie mit dem Stich der Sand- oder Schmetterlingsmücke, die in warmen Regionen lebt.

Leishmaniose- Grund zur Panik ?

Sicher nicht!  Auch diese Krankheit muß ihren Schrecken endlich verlieren! Ein leishmaniose-positiver Hund kann durchaus ein hohes Lebensalter mit sehr guter Lebensqualität erreichen.

Ein kompetenter Tierarzt wird Sie gern beraten und für Ihr Tier die passende Behandlung empfehlen. Immer wieder hört man von Tierärzten, die bei einem Leishmaniose-positiven Hund zum Einschläfern raten, selbst wenn die Krankheit nicht ausgebrochen ist. Dies ist natürlich absolut nicht gerechtfertigt und auch der Ausgebruch einer Leishmaniose ist für einen Hund kein grundsätzliches Todesurteil. In diesem Fall empfehlen wir, einen Tierarzt aufzusuchen, der sich mit der Behandlung der Krankheit auskennt.

Im verantwortungsvoller Umgang mit infizierten Tieren besteht für den gesunden Menschen keine Gefahr, sich zu infizieren. Natürlich müssen trotzdem entsprechende Hygieneregeln (Händewaschen, Vorsicht im Umgang mit offenen Wunden etc.) eingehalten werden, die für jeden Hundehalter aber sowieso selbstverständlich sein sollten.

Wissenschaftlich gesehen gibt es KEINEN einzigen nachgewiesenen Fall, bei dem sich der Mensch durch seinen Hund infiziert hat, eben weil inzwischen der Entwicklungsweg der Leishmanien bekannt und erforscht ist.

Leishmaniose kann sich NUR mit dem Vorkommen der Sandmücke als Überträger verbreiten.

Es gibt Sandmücken in allen mediterranen Ländern, in Regionen von Tunesien, Griechenland, Türkei, Belgien, Portugal, Südfrankreich, Spanien, Italien,  aber auch in Österreich, Deutschland (bisher Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz,  Region bis Offenburg) und der Schweiz. Durch die globale Erwärmung wird für die nächsten Jahre und Jahrzehnte eine weitere Verbreitung der Sandmückenvorkommen nach Norden (langfristig sogar bis England) erwartet. Bisher ging man fälschlicherweise davon aus, dass die Alpen eine natürliche Begrenzung für die Sandmücken seien. Aktuelle Forschungen belegen, dass dem nicht so ist und erstmals 1999 konnten Sandmücken in Deutschland nachgewiesen werden. Genaue Untersuchungen zur Verbreitungsgrenze in Deutschland laufen derzeit.

Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch oder Tier zu Tier oder Tier zu Mensch (und umgekehrt) ist nicht möglich. Leishmanien können nur durch Sandmücken übertragen werden. Hin und wieder wird behauptet, dass Leishmanien durch Zecken, Flöhe oder Milben, durch Beissereien zwischen Hunden oder durch Speichel übertragen werden, für diese Aussagen gibt es jedoch bislang keinen einzigen wissenschaftlichen Nachweis.

Hunde, die in Leishmaniose-Gebieten leben und aufgewachsen sind, haben sich oft bereits mit der Krankheit auseinandersetzen müssen. Ist ihr Immunsystem stabil (und das ist es meist), haben sie einen natürlichen Immunschutz erworben. Sie zeigen dann zwar einen Antikörper-Titer im Test, haben aber KEINE Leishmaniose.

Allerdings kann eine Leishmaniose unter ungünstigsten Gegebenheiten lebenslang ausbrechen.

Ein infizierter Hund kann sehr vielfältige Symptome zeigen, die aber auch auf andere Erkrankungen hinweisen können. Das Fehlen von Symptomen ist aber kein Hinweis darauf, dass der Hund nicht infiziert ist. Nur Tests bringen einen Nachweis. Dabei muß immer auch ein „Großes Blutbild“ gemacht werden, um eine eventuelle Schädigung der Organe erkennen zu können.

Symptome treten oft schubweise auf und können sein: schleichender Gewichtsverlust, Lahmheit, Trägheit, Appetitlosigkeit, Haarverlust (besonders um die Augen), Schuppenbildung, Hautwunden (oft nässend, schlecht heilend, meist kreisrund- an Ohren, Kopf, Nase, an den Beinen), Nasenbluten, Lymphknoten- schwellung, Blutarmut (Anämie), “Ausfransen“ der Ohrränder mit Schuppenbildung, Nierenschädigung.

Therapie

Für den Hund stehen zahlreiche therapeutische Verfahren zur Verfügung, die aber individuell, je nach Erregerstamm, Konstitution, Alter und Hunderasse eingesetzt werden müssen.

Grundvoraussetzung in jedem Fall ist eine Erhöhung und Stabilisierung des Immunsystems des Hundes. Kein Stress, Geborgenheit, ausgewogenes Futter – all das verbessert seine Konstitution, sein Wohlbefinden und stärkt damit sein Immunsystem. Damit wird das Tier in die Lage versetzt ,sich selbst mit dem Erreger auseinander zu setzen und damit fertig zu werden.

Besonders Tiere, die keine Symptome zeigen, haben dabei sehr gute Chancen.

Eine „Spontanheilung“ ist bei Hunden unter ca. 5 Jahren möglich und auch bekannt.
Als pflanzliche Unterstützung zur Erhöhung der Immunabwehr kann z.B. ECHINACEA kurweise gegeben werden

Eine regelmäßige Überprüfung der Blut-und Organwerte sind lebenswichtig. (Großes Blutbild, incl. Leber-und Nierenwerte).

Für die individuelle Behandlung stehen verschiedene Präparate zur Verfügung.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.